Der trockene Sommer – Die Farbe Ocker

Es gibt im TV eine Serie über Marokko eingeteilt in Farbüberschriften. Natürlich nimmt dort die Farbe Ocker die Führung ein. Aber auch die Algarve ist durch dieses Farbe geprägt und das vor allem im sommer, wenn die Bodenwegetation verschwunden ist und die Erdfarben besser zum Vorschein kommen.

Ocker ist vor allem für das Barrocal kennzeichnend aber auch für die Serra ist diese Farbe prägend.

Dann natürlich all die vertrocknete Vegetation, die den sommer über wie abgestorben wirkt.

100 Jahre São Bras de Alportel

Vor 100 Jahren war der winzige Ort Alportel der Hauptort und ein paar Kilometer südlich wurde eine kleine Kapelle gebaut. Damit entstand São Bras de Alportel; heute eine richtige Kleinstadt und viel größer als Alportel.

Dieses Wochenende Ende Mai 2015 wird nun gefeiert. Viele Menschen wandeln durch die Altstadt in damiliger Bekleidung. Und der alte Volkstanz darf natürlich auch nicht fehlen.

Ria Formosa – Ilha da Culatra

Der Parque Natural da Ria Formosa vor der Algarveküste ist ein Naturschutzgebiet, das aus einer großen Lagune besteht. Mit insgesamt 170km² die größte Lagune Europas. Die Ria Formosa ertreckt sich von Quinta do Lago im Westen bis über Tavira hinaus im Osten (bis Manta Rota). Erst ab dort gibt es am Festland gelegene Strände mit Kontakt zum Atlantik. Wer vom Westen aus den Flughafen von Faro anfliegt, kann die Ria sehr gut überblicken und hat beim Landeanflug kurz den Eindrück mitten im Matsch der Lagune zu landen.

Entstanden in der heutigen Form ist die Ria durch das große Erdbeben in 1755. Es ist ein Paradies für Vögel und Seegetier. Fische sollen aus der ganzen Welt kommen, um dort zu laichen. Die Sandinseln sollen durch Ablagerungen entstanden sein. Im Westen der Algarve wird viel Sandstein abgespült und gelangt dann mit der Strömung Richtung Osten. In dem Flachwassergebiet, wo wahrscheinlich die Strömungsgeschwindigkeit langsamer ist, hat sich dann der kalkige Sand wieder abgelagert.

Die Ilha da Culatra ist eine der Inseln auf der Atlantikseite der Lagune. Die flache Sand- und Düneninsel ist über 7 km lang und bis zu über einen Kilometer breit. Ca. 1000 Einwohner hat die Insel, die in drei winzigen Ortschaften in ihren teilweise extrem kleinen und flachen Häusern wohnen. Autoverkehr gibt es auf der Insel nicht, die nur mit einer kleinen Fähre oder privaten Wassertaxis zu erreichen ist. Nur ein paar Trecker werden als Transportmittel und zum Bewegen der Fischerboote benutzt.

Als wir Anfang Juni die Insel besuchten, war sie übersäht mit Blüten heimischer Dünenpflanzen und den Pflanzen in winzigen angelegten Gärten an den Häusern.

Im Sommer kommen dann auch mehr Tagesgäste, um dort den Tag an dem sehr schönen und langen Strand zu verbringen.

 

 

 

Faro – Alter Salzhafen

Unser heutiger Spaziergang hat uns per Zufall zu dem alten Salzhafen von Faro gebracht. Östlich von Faro und vom Airport in der Nähe der Korkfabrik-Ruine ging es durch die stillgelegten Salinen hin zu zwei Ruinen. Die Lagerhalle entpuppte sich als ehemaliges Salzlager; einige Reste waren sogar noch zu sehen.

Irgendetwas wurde noch mit den alten Salinen gemacht, denn wärend der Ebbe waren dort einige Männer damit beschäftigt, etwas aus dem matschigen Boden herauszuholen. Wahrscheinlich sind es Muscheln.

Im Hintergrund des alten Salzhafens kann man die 4 Kräne vom Internationalen Hafen Faro erkennen. Dorthin fuhren stundenlang große Tieflader mit Zement, der wohl von dort aus verschift wird.

Faro – Fritz‘ Fabrik

Im Osten von Faro steht eine große Industrieruine. Es ist Portugals ehemals größte Korkfabrik. Fliegt man von Osten her den Faro Airport an, sollte man nicht Richtung Meer schauen, wie es wohl die meisten Urlauber tun, sondern landeinwärts, denn dort liegt am Ufer der Ria Formosa A Fábrica do Fritz. Gegründet (1922) und betrieben wurde die Fabrik von einem Deutschen, Ernst Friedrich Henzler. Korken und andere Korkprodukte wurden von hier in die ganze Welt exportiert. Die Fabrik hat in den 70er Jahren ihren Betrieb eingestellt; der Tod von Henzler, die Wirrungen in Folge der Nelkenrevolution und die Übernahme fast des geamten portugiesischen Korkmarktes durch Amorim führten zur Schließung.

Inzwischen ist die Anlage seit fast 40 Jahren eine Industrieruine, leider mehr zerstört als verfallen und als Müllhalde benutzt. Schade ist auch, dass sämtliche Maschinen und Geräte demontiert sind, sodass nichts mehr an die ursprüngliche Korkproduktion erinnert. In den Gebäudeteilen, die noch ein geschlossenes Dach haben wohnen sogar ein paar Menschen; auch das ist Portugal.

Ein Besuch der verfallenen Anlage lohnt sich auf jeden Fall und es ist spannend durch die verfallenen Reste der Gebäude zu streifen.

 

Parque Natural Peneda/Geres

Wir waren in dem Teil des Naturparkes von Geres. Endlich einmal große Laubbäume, dann gibt es blaue Seen und schöne Berge. Offroad Fahren ist natürlich nicht erlaubt. Dies aber kann man in dem Gebirge rund um den Naturpark herum wunderbar machen. Und dabei die alten Steindörfer besuchen. Aber wandern kann man wunderbar in dieser schönen Natur.

Man sieht, dass es in Nordportugal viel mehr regnet als bei uns im Süden und so sind die Laubbäume wirklich üppig. Eine einzigartige Landschaft von Portugal. Und es gibt eine besondere Attraktion, wilde Pferde. Die sind wirklich schön anzuschauen.

Toll sind auch die vielen kleinen Wasserfälle mit dem türkiesfarbenem Wasser.

Was aber wirklich erschütternd ist, dass es dort immer wieder jedes Jahr gelegte Brände gibt.